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     Suche:  Splashpages  Home Musik  Specials  Die Ärzte: Jazzfäst  Bis zum Kotzen pogen!

11.09.2010 - 03:05
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Specials

Bis zum Kotzen pogen!
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Foto: die ärzte assistiert von Jörg Steinmetz Denn irgendwann das, was den ganzen Tag über befürchtet wurde. Dunkle Wolken zogen auf, es fing an zu schütten wie aus Eimern. Die auf Mamas Anweisung mitgenommenen Jacken lagen sicher verstaut im Auto. Junge, warum hast du nichts gelernt…

Es mag göttliche Fügung oder auch einfach nur purer Zufall gewesen sein, dass die Ärzte ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die Hitkeule auspackten und ein Abrock-Lied nach dem anderen schmetterten. Je dunkler und je nasser es wurde, desto geiler wurde dann auch die Stimmung. Bei Songs wie Junge, Schrei nach Liebe, Westerland, Deine Schuld, Rebell, Schundersong, Wir sind die Besten und Wie es Geht verwandelte sich die Arena in einen Hexenkessel. Da durfte die gute alte Pogo natürlich nicht fehlen. Der Vorteil: je mehr Pogo, desto weiter ging es nach vorne und desto mehr Platz hatte man. Dass man 15-jährige Rotzlöffel, die einen zuvor ohne erkennbaren Grund im Sprung so übel angerempelt haben, dass man ohne böse Absicht auf die holde Weiblichkeit draufknallt, ohne Angst vor Konsequenzen in den Matsch schmeißen konnte, war dabei ein spaßiger Nebeneffekt. Falls der kleine Drecksack, um den es hier geht, das hier zufällig lesen sollte – nein, es tut mir nicht mal ansatzweise Leid!

Wir hatten zudem großes Glück, dass wir uns zeitweise hinter einem 150-Kilo-Koloss verstecken konnten, der die meisten hinterhältigen Pogo-Attacken ohne mit der Wimper zu zucken abwehrte. An dieser Stele noch mal ein großes Dankeschön dafür!

Time to say Goodbye
Nach fast drei Stunden war der Auftritt der besten Band der Welt vorbei. Die Schmerzen und Strapazen, der leider auch während des Ärzte-Auftritts stellenweise immer noch suboptimale Sound, das miese Wetter – all das schien passé. Eine Performance, die man nicht so schnell vergessen wird. Wenngleich einige gute Lieder gefehlt haben, die es nach Ansicht vieler eigentlich verdient gehabt hätten, gespielt zu werden. So wurden u. a. Paul, Elke, Männer sind Schweine, Manchmal Haben Frauen, Wahre Liebe, Breit, Lustiger Vampir, Quark oder Nur einen Kuss schmerzlich vermisst. Aber man kann ja schließlich nicht alles haben. Insgesamt war die Mischung an neuen und alten Songs sehr ausgewogen und bot genug für jede Fan-Generation.
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Special vom: 19.06.2008
Autor dieses Specials: Alexander Voirin
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