|  |
|
Klangfarben in Tiengen |
|
Der Hochrhein erlebt in diesem Jahr zahlreiche Party-Highlights, was daran liegt, dass der Stadtteil Tiengen der Kreisstadt Waldshut-Tiengen ein Jubiläum zu feiern hat. 1.150 Jahre ist man alt geworden. So wurde der Schwyzertag verlängert, ein Traditionsfest, das dieses Jahr zum 593. Mal begangen wurde. Und neben dem Jazz-Fest, das kommende Woche stattfindet, ist als musikalisches Highlight sicher das Klangfarben Open Air zu nennen, das am 11. Juli die Partyfreunde anlocken sollte.
Man hatte allerdings die Rechnung ohne den Wettergott gemacht, der gnadenlos zuschlug. Das Open Air war ab 19:00 Uhr für den Eintritt geöffnet, kurz vor 17:00 Uhr fegte ein Orkan über Waldshut-Tiengen hinweg, der in nur fünf Minuten beinahe die gesamte Arbeit eines Tages den Bach runterspülen wollte. Man rettete, was zu retten war, Bühne und Gastronomie-Zelt konnten festgehalten werden. Aber es lief nicht ohne Schaden ab. Das Mischpult lief regelrecht voll Wasser und gab nach und nach seinen Geist auf. Da konnte man von Glück sprechen, dass ein Ersatzpult in aller Eile herbei geschafft werden konnte. Der Beginn des Open Airs verzögerte sich dadurch allerdings auf nach 20:00 Uhr. Das allerdings war gar nicht so schlecht, denn ein Gewitter-Regen ging während des Austausches herunter und endete erst kurz bevor das neue Gerät installiert werden konnte.
 Der Austausch des Mischpults
Der Regen indes ließ auch den Rest des Open Airs nicht in Frieden. Immer wieder setzte Regen ein und verwandelte den Bolzplatz neben dem Tiengener Freibad nach und nach in ein unberechenbares, weil rutschiges Feld. Die Tatsache, dass aber zwischendurch der Regen aufhörte, ließ dann doch immerhin über 300 Partywillige eintrudeln, denen zum Teil das Wetter nichts ausmachte und selbst dann noch vor der Bühne verweilten, wenn die Kleidung schon nach wenigen Sekunden pitschnass war.
 Thomas Dörflinger am Zapfhahn
Etliche zog es dann aber doch in das Gastronomie-Zelt, dessen Personal sicher den besten, weil trockensten Platz hatte. Mit dabei auch ein Mitglied des Bundestages. Schirmherr Thomas Dörflinger ließ es sich nicht nehmen höchstpersönlich am Zapfhahn zu stehen. Und auch Oberbürgermeister Martin Albers gab sich kurze Zeit die Ehre, um sich anzusehen, was die Jugend in Waldshut zu organisieren im Stande war.
 Nasse Gäste im Gastronomiezelt
Man muss den Organisatoren sicher ein riesiges Kompliment aussprechen. Trotz aller Widrigkeiten hat man ein Open Air auf die Beine gestellt, das Vorbildcharakter hat. Drei ganz unterschiedliche Bands und eine gelungene Atmosphäre trugen dazu bei, dass man sich wohl fühlen konnte und das trotz des Wetters. Man wird hier sicher keine Gewinne eingefahren haben, aber es macht Mut, dass es auch in dieser Region möglich ist so etwas auf die Beine zu stellen. Da darf man darauf hoffen, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben wird. Einen Anspruch müssen die Veranstalter aber noch besser umsetzen. Denn auf der Homepage des Open Airs steht, dass man etwas gestalten wolle, das: „Kein konventionelles „Sauffest“, wie man es jedes Wochenende haben kann“ ist. Vielleicht fehlte hier einfach der Mut auf die hochprozentigen Cocktails zu verzichten. Dann wäre dieser Anspruch voll aufgegangen.
Fünf junge Menschen haben viel bewegt in Tiengen. Geholfen haben dabei auch die Sponsoren und die Kolpingfamilie Tiengen, die sich um das leibliche Wohl der Gäste gekümmert hat. Ein rundum gelungener Abend. |
|
|
Special vom:
|
12.07.2008 |
|
Autor dieses Specials:
|
Bernd Glasstetter |
|
Kategorie:
|
Allgemein |
|
Weitere Seiten innerhalb dieses Specials können über das seitliche Menü links oben aufgerufen werden.
|
|
|  |