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Nach
langer Abstinenz können sich die Ärzte-Fans wieder über eine Tour ihrer
Lieblinge freuen. Im November 2007 startete die „Es wird Eng“ Tour und
machte unter anderem am 29. Dezember 2007 in Leipzig halt. In der Arena
fand das ausverkaufte Konzert vor ca. 12.000 Fans statt und es lohnte
sich wirklich zu kommen. Steriogram
war Vorband und sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Die Band kommt
aus Neuseeland und war so – laut den Ärzten – die weitgereisteste
Vorband die sie je hatten. Sie spielen Metal und so kommt direkt die
Frage auf, welcher der Ärzte diese Musik wohl hört. Denn sicherlich
werden nur Vorbands eingestellt, die auch selber gefallen. Nach
der Vorband wurde ein riesiger schwarzer Vorhang vor der Bühne nach
oben gezogen. Auf ihm prangte ein weißes „ä“. Die Unruhe wurde
natürlich größer je näher der geplante Konzertbeginn rückte. 19:30 Uhr
war es so weit, Gitarrenklänge und Schlagzeug schalten hinter dem
Vorhang hervor und das Lied „Himmelblau“ wurde gespielt. Beim Refrain
viel der Vorhang und die Ärzte kamen zum Vorschein.
Die
Lichtshow war super und die Lieder natürlich auch. Es wurden neue aber
auch viele alte Lieder gespielt. Aus dem neuen Album waren nicht so
viele Lieder dabei wie gedacht, was aber nichts schlecht war, denn alle
Texte kann man natürlich noch nicht auswendig. Außerdem war die
Stimmung bei den alten Liedern natürlich viel gelöster. Vom neuen Album
wurden meiner Meinung nach die besten Lieder rausgepickt. Unter anderem
wurde „Lasse redn“, „Lied vom Scheitern“, „Deine Freundin (wär mir zu
anstrengend)“ und natürlich Junge gespielt. Von
den alt bekannten Titeln waren „Schrei nach Liebe“, „Westerland“ und
auch „Zu spät“ am Start. In Drei Stunden ist ja auch eine Menge Zeit. Es
wurde zu den Liedern gehüpft, gefeiert und gesungen. Es war eine
fantastische Stimmung, die Farin oder Bela auch immer wieder durch
lustige Kommentare anheizten. Rod sag allgemein ziemlich oft, weil
Farin erkältet war. Aber es war auch so klasse. Natürlich wurde auch
ordentlich gepogt (sich angesprungen), was zum Schluss etwas nervig
wurde, wenn man ständig absolute Chaoten im Genick hängen hat. Aber
auch das beruhigte sich wieder und wie sagte Farin so schön „Wir sind
hier auf nem Ärzte Konzert, nicht beim Musikantenstadel“. Lustig waren
wie immer die spontanen Texte bei Liedern, wie z. B., als die Leute
ganz hinten auf den Sitzplätzen saßen und nicht standen: „Ich schicke
mein kleines Kind mit dem Drachen raus, wenn es blitzt. Ich bin ein
Mensch, der bei Konzerten sitzt…“. Natürlich erntete Farin für diese
und andere Textzeilen eine Menge Gelächter, so ist man das von Ärzte
Konzerten gewohnt. Wie immer wurden auch Laolawellen und Sitz-Laolas
gemacht. Von hinten nach vorne oder seitwärts, egal es hat Spaß gemacht. Als
Rod zum Lied „Dinge von denen“ ansetzte kamen Farin und Bela verkleidet
als Scheichs auf die Bühne. Der eine im weißen, der andere im schwarzen
Gewand. Es sah auf jeden Fall sehr lustig aus und brachte Rod etwas aus
dem Konzept.
Leider
waren die großen Bildschirme in der Halle angehangen, weshalb kleinere
Menschen sicherlich nicht viel gesehen haben. Über der Bühne schwebten
zeitweise 3 kleine Bildschirme auf denen abwechselnd die Ärzte oder
andere Bilder zu sehen waren. Die Bühnenshow war super und das Licht
wurde auch klasse eingesetzt. 3
Stunden haben sich Band und Fans ausgepowert. Am Ende hatte man richtig
das Gefühl, dass keine Luft mehr in der Halle ist. Jeder war wohl
glücklich dabei gewesen zu sein. Auf Ärzte Konzerten sieht man
jedenfalls immer die unterschiedlichsten Menschen. Alt, jung, Punks,
Normalos und viele andere lustige Gestalten. Auch das macht ein Ärzte
Konzert zu so einem einzigartigen Erlebnis. |