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Was gehört zu einem perfekten Sonntagabend? Ein kühles Bier, entspannte Atmosphäre – und gute Musik! Und all das wurde uns am 25.11. im Aachener Jakobshof von den vier Tribandlern geboten (ok, für das Bier war die Band nun nicht verantwortlich, aber für die bei anderen Dinge durchaus). Zugegeben: ausverkauft ist anders und so begrüßte Sängerin Sandie Wollasch das Publikum augenzwinkernd mit den Worten: „Wir können euch sehen – wir können euch ja sogar zählen!“ Doch das sollte der Stimmung keinen Abbruch tun, ganz im Gegenteil; man konnte den Spaß, den die vier leidenschaftlichen Musiker beim Spielen hatten geradezu mit Händen greifen und die positive Stimmung breitete sich auch umgehend auf die Zuschauer aus, so dass man sofort ganz in der Musik aufging. Da war es eigentlich schade, dass der Gig vom Jakobshof als Sitzkonzert organisiert war.
Eröffnet wurde mit dem rhythmischen „Lost“, welches mit seinem leichten Reggeaanstrich umgehend den Funken überspringen ließ und kaum jemand umhin kam, im Takt mitzuwippen. Gekonnt führten die vier durch eine gelungene Auswahl an Stücken ihrer beiden Alben, sei es das balladesque „Faded“, das jazzig-charmante „Sweeter than honey“, das unbeschwert poppige „Somebody else“, an den Trip-Hop angelehnte Stücke wie „High“ oder „Got to“ oder die Groovenummer schlechthin „Pumpin“. Mit sympathischer Begeisterung wurde auch auf die erste Singleveröffentlichung „Chameleon Moon“ hingewiesen, ein harmonisch raffinierter und dabei doch eingängiger Uptemposong.
Ein absolutes Highlight war sicher der für Triband sehr düster-melancholische Song „Disgusting“, welchem ein sehr intimes Trompetenintro mit absolutem Gänsehautfaktor voranging. Im krassen Gegensatz dazu, aber ebenfalls absolut hervorhebenswert, war die Bühnenversion des Titeltracks des ersten Albums „No Sleep“: hier konnte die Band im wahrsten Sinne des Wortes so richtig Gas geben und abgehen. Bei "If you ever" wurde dann das Zepter ans Publikum übergeben und nach kurzer Texterläuterung dieses zum Singen aufgefordert - ein Ritual durch das laut Sandie jede Stadt bisher durch musste und so taten natürlich auch die Aachener ihr Bestes. Man kommt nicht umhin zu betonen, wie großartig jeder einzelne der vier an seinem jeweiligen Instrument ist: Egal ob Baldu treibende Rhythmen und packende Fills aus seinen Fellen zaubert oder aber bei den ruhigeren Nummern mit Becken und Percussion vorsichtige, atmosphärische Akzente setzt, dieser Mann versteht es, das perfekte rhythmische Fundament zu bieten. Den Klangteppich dazu weben Michael Paucker abwechselnd an Kontra- und E-Bass sowie einem Synthesizer und Sebastian Studnitzky mit Keyboard und Trompete. Während ersterer für einen nahezu unglaublichen Groove sorgt und mit wahrlich beeindruckenden Basssoli zu glänzen weiß, entlockt letzterer seinen 61 weißen und schwarzen Freunden dynamische Melodien und Harmonien und veredelt die jazzigeren Nummern der Truppe auf der Trompete, wahlweise untermalend oder solistisch. Das ganze garniert mit Sandie Wollaschs eindrucksvoller Stimme, mal zart und zerbrechlich, mal flirrend charmant, dann wieder druckvoll und zackig. Das alles fügt sich gekonnt zu einem wunderbaren Ganzen, dessen Zauber man sich nur schwer entziehen kann.
So bleibt nicht viel mehr zu sagen, als dass der Auftritt von Triband ein besonderes Konzerterlebnis war und man nur hoffen kann, bald wieder Gelegenheit zu haben, sie ein weiteres mal live zu genießen. 
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