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Jackson und der Papst |
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Also Sachen gibts, bei denen staunt man dann doch recht stark. Michael Jackson plant angeblich Gebete des im letzten Jahr verstorbenen Papst Johannes Paul II. zu vertonen. Das sagt zumindest ein italienischer Pauliner-Pater, der auch Musikproduzent ist. Der Vatikan bestätigte diese Anfrage, wollte aber weder Zustimmung noch Ablehnung signalisieren.
Also noch einmal zum Mitschreiben: Papst Johannes Paul II. hat Gebete hinterlassen. Selbst geschrieben. Er hat ja in seinem Leben sowieso viel geschrieben, war einer der produktivsten Päpste, was die Literatur anbelangt. Gläubige in aller Welt haben an seinen Lippen gehangen und jedes Wort in sich aufgesogen.
Und jetzt will da der zutiefst unheilige Michael Jackson diese Gebete vertonen. Ein Mann, der DIE Skandalnudel der Musikbranche ist. Ein Mann, der mehrfach unter dem Vorwurf des Kindesmissbrauches gestanden hat. Gut, er ist freigesprochen worden. Aber wie man im Schwobeländle so sagt: "A G'schmäckle bleibt." Oder anders ausgedrückt: Findet der keine andere Beschäftigung mehr?
Es ist kaum davon auszugehen, daß der Vatikan dem Ansinnen entspricht und die Rechte dafür erteilt. Das ist schon einmal beruhigend anzuführen. Aber selbst wenn: Würde ein gläubiger Christ das überhaupt kaufen wollen? Oder will es jemand, der Jacksons Popmusik mag kaufen? Man kannn es sich irgendwie nicht so richtig vorstellen.
Schuster bleib bei Deinen Leisten. Oder besser: Jackson bleib bei Deinem Pop. Es ist besser so. Für alle Seiten. Glaub es uns. Glaub ... äh ja.
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Artikel vom:
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10.02.2006 |
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Kategorie:
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Kolumne
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Autor dieses Artikels:
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Bernd Glasstetter |
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