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08.09.2010 - 05:51
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Britney, Robbie, Michael - das Drama der Kinderstars
Britney Spears, Robbie Williams oder Michael Jackson starteten ihre Karriere schon als Kinder. Die Welt lag ihnen zu Füßen und sie verdienten Millionen. Doch als ihre Karriere einen Knick machte, verloren sie die Kontrolle über ihr Leben. Inzwischen machen Britney und Robbie mehr Schlagzeilen mit ihren Klinikaufenthalten als mit ihrer Musik. Um Michael Jackson ist es ruhig geworden, seitdem der Prozess gegen ihn vorbei ist. Kinderstars haben es als Erwachsene schwer, schreibt das Magazin Maxi: Die meisten von ihnen werden drogensüchtig oder haben psychische Probleme. Chefredakteur Stephan Schäfer:

"Zum Beispiel Drew Barrymore. Ein großer Kinderstar, danach drogensüchtig ganz stark. River Phoenix, ein Kinderstar, jung mit Drogen gestorben. Macaulay Culkin auch ganz bekannt, Drogen, Alkoholprobleme. Eigentlich findet man in fast jeder Vorabendserie jemanden, den man kannte, den man angehimmelt hat, und der später, als der Erfolg ausblieb, überhaupt nicht damit klar kam, dass der Erfolg, den man als Kind hatte, nicht mehr da war."

Die jungen Künstler sind noch viel zu klein, den ganzen Rummel um sie zu verkraften. Oft sind die Eltern die treibende Kraft für die Karriere der Kinderstars:

"Was immer wieder auftaucht bei diesen Kindern ist, dass sie ein sehr ehrgeiziges und unstetes Elternhaus hinter sich haben. Wie zum Beispiel Robbie Williams, der ja schon mit vier Jahren von seiner Mutter in einer Kneipe vor eine Jukebox gestellt wurde und dort singen musste. Das heißt, eigentlich erfolglose Eltern, die aufgrund ihrer Kinder plötzlich Erfolg haben möchten. Das heißt sie schicken ihre Kinder vor und wollen eigentlich, was sie vielleicht selbst im Leben nie geschafft haben durch ihre Kinder erreichen."

Manche geben den Eltern die Schuld, andere sagen, dass die Medien die Kinderstars erst hochjubeln und dann fallen lassen. Doch der Grund für die seelischen Probleme liegt auch in den Stars selbst:

"Also man sagt heutzutage, dass Leute, die überhaupt berühmt werden wollen, sowieso eine narzisstische Störung haben. Das heißt, dieser Ehrgeiz, Robbie Williams zu sein, dieser Ehrgeiz, Macaulay Culkin zu sein, also ein großer großer Star zu sein, hat doch oft damit zu tun, dass man eigentlich eine Persönlichkeitsstörung hat, indem man überhaupt so berühmt werden möchte. Man geht nicht immer davon aus, dass die Medien so einen Menschen machen, sondern auch, dass diese Menschen diesen unbedingten Drang haben, im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stehen."

Auch Drew Barrymore war als Kinderstar erfolgreich: Schon mit elf Monaten spielte sie in ihrem ersten Werbespot mit. Als sie sechs Jahre alt war, hatte sie ihren großen Durchbruch im Steven-Spielberg-Film E.T.. Danach verlor sie den Halt und wurde drogensüchtig. Schon mit 13 Jahren musste sie ihren ersten Entzug machen. Doch anders als andere fand sie wieder zurück ins Leben. Heute ist die 32-jährige erfolgreicher als je zuvor und verdient 15 Millionen Dollar pro Film mit ihrer eigenen Produktionsfirma.


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Artikel vom: 11.05.2007
Kategorie: Kolumne
Autor dieses Artikels: Bernd Glasstetter
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