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Britney, Robbie, Michael - das Drama der Kinderstars |
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Britney Spears, Robbie Williams oder Michael Jackson starteten
ihre Karriere schon als Kinder. Die Welt lag ihnen zu Füßen und sie
verdienten Millionen. Doch als ihre Karriere einen Knick machte,
verloren sie die Kontrolle über ihr Leben. Inzwischen machen Britney
und Robbie mehr Schlagzeilen mit ihren Klinikaufenthalten als mit
ihrer Musik. Um Michael Jackson ist es ruhig geworden, seitdem der
Prozess gegen ihn vorbei ist. Kinderstars haben es als Erwachsene
schwer, schreibt das Magazin Maxi: Die meisten von ihnen werden
drogensüchtig oder haben psychische Probleme. Chefredakteur Stephan
Schäfer:
"Zum Beispiel Drew Barrymore. Ein großer Kinderstar, danach
drogensüchtig ganz stark. River Phoenix, ein Kinderstar, jung mit
Drogen gestorben. Macaulay Culkin auch ganz bekannt, Drogen,
Alkoholprobleme. Eigentlich findet man in fast jeder Vorabendserie
jemanden, den man kannte, den man angehimmelt hat, und der später,
als der Erfolg ausblieb, überhaupt nicht damit klar kam, dass der
Erfolg, den man als Kind hatte, nicht mehr da war."
Die jungen Künstler sind noch viel zu klein, den ganzen Rummel um
sie zu verkraften. Oft sind die Eltern die treibende Kraft für die
Karriere der Kinderstars:
"Was immer wieder auftaucht bei diesen Kindern ist, dass sie ein sehr
ehrgeiziges und unstetes Elternhaus hinter sich haben. Wie zum
Beispiel Robbie Williams, der ja schon mit vier Jahren von seiner
Mutter in einer Kneipe vor eine Jukebox gestellt wurde und dort
singen musste. Das heißt, eigentlich erfolglose Eltern, die aufgrund
ihrer Kinder plötzlich Erfolg haben möchten. Das heißt sie schicken
ihre Kinder vor und wollen eigentlich, was sie vielleicht selbst im
Leben nie geschafft haben durch ihre Kinder erreichen."
Manche geben den Eltern die Schuld, andere sagen, dass die Medien
die Kinderstars erst hochjubeln und dann fallen lassen. Doch der
Grund für die seelischen Probleme liegt auch in den Stars selbst:
"Also man sagt heutzutage, dass Leute, die überhaupt berühmt werden
wollen, sowieso eine narzisstische Störung haben. Das heißt, dieser
Ehrgeiz, Robbie Williams zu sein, dieser Ehrgeiz, Macaulay Culkin zu
sein, also ein großer großer Star zu sein, hat doch oft damit zu tun,
dass man eigentlich eine Persönlichkeitsstörung hat, indem man
überhaupt so berühmt werden möchte. Man geht nicht immer davon aus,
dass die Medien so einen Menschen machen, sondern auch, dass diese
Menschen diesen unbedingten Drang haben, im Rampenlicht der
Öffentlichkeit zu stehen."
Auch Drew Barrymore war als Kinderstar erfolgreich: Schon mit elf
Monaten spielte sie in ihrem ersten Werbespot mit. Als sie sechs
Jahre alt war, hatte sie ihren großen Durchbruch im
Steven-Spielberg-Film E.T.. Danach verlor sie den Halt und wurde
drogensüchtig. Schon mit 13 Jahren musste sie ihren ersten Entzug
machen. Doch anders als andere fand sie wieder zurück ins Leben.
Heute ist die 32-jährige erfolgreicher als je zuvor und verdient 15
Millionen Dollar pro Film mit ihrer eigenen Produktionsfirma.
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Artikel vom:
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11.05.2007 |
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Kategorie:
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Kolumne
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Autor dieses Artikels:
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Bernd Glasstetter |
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